Herbert Laasch

Firma Laasch - Mühlen- und Speicherbau GmbH

Die Firma Laasch, die sich auf den Mühlen- und Speicherbau spezialisiert hat, ist bereits in vierter Generation im Familienbesitz. Rückblickend auf die Entstehung der heutigen Mühlen- und Speicherbau GmbH, geht es zurück bis ins 19. Jahrhundert. In der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts wurde Herr Wilhelm Laasch 1875 im Großherzogtum Mecklenburg-Schwerin in Rostock geboren. Dort begann Wilhelm Laasch seinen beruflichen Werdegang als Windmühlenbauer. Als Monteur wurde der Mühlenbauer Laasch oftmals ins Königreich Preußen übersandt. In der Provinz Hannover, in der Region um das heutige Bruchhausen-Vilsen, stellte der Mühlenbauer sein handwerkliches Geschick, bei der Errichtung, Reparatur und Instandhaltung von Windmühlen, stets unter Beweis.

1908 wurde der Grundstein für die heutige Mühlen- und Speicherbau GmbH durch Herrn Wilhelm Laasch gelegt. Im Alter von 33 Jahren ließ der Mühlenbauer sich in der damaligen Gemeinde Bruchhausen nieder und machte sich als Mühlenbauer selbstständig. In Bruchhausen mietete der Mühlenbauer zu diesem Zweck ein Grundstück an, welches mit einem Wohnhaus sowie einer kleinen Werkstatt bebaut war. Doch schnell wurde die Werkstatt zu klein für die Zwecke des Mühlenbauers. Aus diesem Grund erfolgte im Jahr 1919 ein Umzug ins benachbarte Affinghausen. Hier bot sich die Möglichkeit ein Grundstück anzumieten, welches ebenfalls mit einem Wohnhaus aber zudem mit einem größeren Werkstattgebäude bebaut war.

Im Jahr 1930 verstarb Herr Wilhelm Laasch im Alter von 55 Jahren und übergab das Geschäft an seinen Sohn Herbert Laasch. Dieser führte das Geschäft des Mühlen- und Speicherbaus im Sinne seines Vaters fort. Nachdem im Jahr 1954 ein neues Schulgebäude im Nachbarort Sudwalde errichtet und fertiggestellt wurde, bat sich für Herbert Laasch die Möglichkeit, dass bis dahin genutzte Schulgebäude zu erwerben. Gesagt getan, ein Umzug nach Sudwalde war für die Firma, die sich ununterbrochen mit dem Mühlen- und Speicherbau befasste, beschlossene Sache. Familie Laasch bezog unterdessen das Wohnhaus, welches in der Vergangenheit als Unterkunft für die Dorfschullehrer genutzt wurde.

Das ehemalige Schulgebäude in Sudwalde, wurde für die Zwecke des Mühlen- und Speicherbaus zu einer Werkstatt umgebaut. Eine Holzwerkstatt durch und durch entstand. In dieser wurde es ermöglicht, Bauteile sowie Maschinen die für die Errichtung und Instandhaltung von Windmühlen, Getreidesilos etc. erforderlich waren zu fertigen.

In den 1950er Jahren, nach dem zweiten Weltkrieg, blühte die Stahlindustrie in Deutschland auf. Von diesem Tatbestand war auch der Mühlen- und Speicherbau betroffen. Durch die weiter Entwicklung in der Stahlindustrie, konnte Stahl kostengünstiger beschaffen und verarbeitet werden. Im Hinblick auf die Lebensdauer von Anlagenbauteilen aus Stahl im Mühlen- und Speicherbau stieg fortan auch die Nachfrage nach Stahlbauteilen bei der Firma Laasch. Vor diesem Hintergrund, und um der Nachfrage der Kunden gerecht zu werden, wurde 1960 ein weiteres Werkstattgebäude hinter dem bereits bestehenden errichtet. Von nun an wurden in der alten Werkshalle Maschinen und Bauteile weiterhin aus Holz gefertigt, währenddessen parallel, in der neuen Werkshalle, Maschinenbauteile für Fördertechnik und Anlagenbau, Antriebselemente und Kugellager aus Stahl gefertigt wurden.

Schon frühzeitig hatte Herbert Laasch seinen Sohn Wilhelm Laasch in die Geschäfte des Familienbetriebes eingebunden. So war es möglich, das Wilhelm Laasch bereits zu Beginn der 1960er Jahre die Geschäfte des Mühlen- und Speicherbaus im Sinne seines Vaters führen konnte.

Aufgrund der guten Geschäftslage und des immer wachsenden Kundenstamms fehlten dem Mühlen- und Speicherbau Laasch Büroräumlichkeiten, in den die Verwaltung der Geschäftsaufträge abgewickelt werden konnte. Zu diesem Zweck wurde im November 1961 das Haus des ehemaligen Kolonialwarenhändlers Warneke gekauft. Wilhelm Laasch richtete im Erdgeschoss Büroräume für die Mühlen- und Speicherbau Firma ein. Das Obergeschoss machte sich Wilhelm Laasch als Wohnung für sich und seine Familie zurecht.

Die Auftragslage im Maschinen- und Metallbaubetrieb, zu dem sich die Mühlen- und Speicherbaufirma Laasch entwickelt hat, nahm weiterhin zu. Im Jahr 1974 musste aus diesem Grund ein Anbau an die bestehende Werkshalle, sowie ein Überdach, welches die beiden bestehenden Hallen miteinander verbindet, errichtet werden.

1977 verstarb Herbert Laasch und Wilhelm Laasch übernahm die Maschinen- und Metallbaufirma offiziell, die er bis zu diesem Zeitpunkt bereits im Sinne seines Vaters führte. Als Inhaber steuerte Wilhelm Laasch den Metall- und Maschinenbau in enger Zusammenarbeit mit seiner Frau Herta Laasch. Im April 1997 verstarb Wilhelm Laasch nach kurzer Krankheit. Seine Frau Herta Laasch führte bis zum Herbst 1997 die Geschäfte des Familienbetriebs weiter. Wie es der Familientradition oblag wurde der Sohn der Ehegatten Herta und Wilhelm Laasch, Herbert Laasch, ebenfalls frühzeitig in die Geschäftsführung des Betriebes eingearbeitet.

Zum 1. Oktober 1997 wurde der Maschinen- und Metallbau Betrieb zu einer Gesellschaft mit beschränkter Haftung (GmbH) umfirmiert. Im Gesellschaftervertrag wurde Herbert Laasch fortan als alleiniger Geschäftsführer der Mühlen- und Speicherbau GmbH eingesetzt.

Trotz der Umfirmierung ist das Aufgabenfeld der Firma weiterhin auf den Silo- und Anlagenbau sowie auf den Bau von Fördertechnik und Filteranlagen für Tierfutterwerke und die Lebensmittelindustrie ausgerichtet.

Aufgrund der guten Auftragsanlage ist eine Erweiterung der bestehenden Werkshallen unumgänglich. Bis heute sind die Planungen der Werkserweiterung abgeschlossen und werden bereits tatkräftig umgesetzt. Ein Abschluss der Arbeiten ist für das Frühjahr 2014 prognostiziert. Durch Schaffung von weiterer Werksfläche, kann eine adäquate Betreuung unserer Kunden weiterhin gewährleistet werden.